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Praxis für systemische Therapie und Beratung

Liebe in Zeiten des Coronavirus

Für die einen sind die derzeit geltenden Abstand-Regeln eine Qual, andere sitzen zu nah aufeinander und wieder andere trennt gar eine Staatsgrenze: Beziehungstechnisch ist dieser Ausnahmezustand für die meisten Menschen eine grosse Herausforderung.

Die Bieler Paartherapeutin Joëlle Gut hat nicht nur Tipps parat für Paare, die sich derzeit wegen der ungewohnten Nähe streiten, sondern auch für Singles.

Joëlle Gut, erlauben Sie zum Einstieg eine indiskrete Frage: Läuft Ihr Geschäft gut im Moment?
Joëlle Gut: Nein, im Moment sagen viele ab. Normalerweise läuft es aber gut. Ich denke, die Menschen sind gerade anders beschäftigt, mit Kinderhüten oder Homeschooling organisieren; das wird sich vermutlich in einigen Wochen ändern.

Ist das Coronavirus ein Beziehungskiller? Es scheint, als wäre derzeit kaum jemand zufrieden mit der aktuellen Situation.
Ja. Wir befinden uns in einem hilflosen Schwebezustand, wissen nicht, wann das aufhört oder ob es sogar noch schlimmer wird. Nichts lässt sich planen. Das schlägt auch auf die Paarzufriedenheit.


Was raten Sie Paaren, die sich in die Haare kriegen, weil sie zu nah auf einander sind?
Ich rate allen, eine Struktur aufzubauen. Wichtig ist, dass man nicht dauernd zusammen ist, sondern mal allein einen Spaziergang unternimmt. Man kann es auch als Chance betrachten, um an der Partnerschaft zu arbeiten, Bilanz zu ziehen, Pläne zu schmieden.


Erschwerend ist die Situation, wenn Kinder da sind, die aktuell auch rundum die Uhr betreut werden müssen. Ist Paar-Zeit da noch realistisch?
Man hätte ja eigentlich mehr Möglichkeiten als sonst, wenn man sich auch tagsüber sieht. Sinn macht es, Zeiten zu definieren, die einem als Paar gehören: Ein Abend, an dem man ein Glas Wein geniesst zum Beispiel. Dank Homeoffice lässt sich die Zeit ja flexibler einteilen als normalerweise.


Kann man «zuviel» voneinander sehen?
Normalerweise kann man seine Eigenheiten oder Stimmungsschwankungen auch noch woanders ausleben, zum Beispiel Dampf abblassen auf dem Heimweg von der Arbeit. Wer nun Homeoffice macht, sollte schauen, wie man runterfahren kann und wieder in gute Stimmung kommt. Mein Tipp: Auf eine negative Äusserung oder Handlung sollen fünf Positive folgen.


Was raten Sie Menschen, die jetzt sexuell gern aktiv wären, aber nicht dürfen?
Selbstbefriedigung. Seinen Körper entdecken, ein erotisches Buch lesen oder einen Film schauen; es ist eine riesige Chance, sich mehr Zeit für seine Sexualität zu nehmen.


Zum Schluss bitte ich Sie um eine Prognose: Was steigt im Herbst / Winter stärker an: die Geburten- oder die Scheidungsrate?
Mehr Geburten erwarte ich nicht. Dafür ist die Zeit gerade zu unsicher und zu unproduktiv. Mehr Scheidungen kann ich mir dagegen schon vorstellen. Denn so intensiv wie jetzt sitzt man sonst selten aufeinander. Aber ich wiederhole: Es ist auch eine prima Gelegenheit, um sich auf das zu besinnen, was eigentlich wichtig ist, und um die Erwartungen aneinander runter zu schrauben.


Quelle: Bieler Tagblatt / Autorin: Andrea Butorin  28 März 2020

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